Kraftheber komplett demontieren

Peter und Andi sind noch immer am Deutz F2L 612 von 1956 dran. Heute wollen sie sich die Heckhydraulik näher ansehen. Sie ist undicht und verliert Öl über die Hubwelle. Zeit für eine Komplett-Demontage ...

Langes Stehen lässt jede Art von Gummi-Dichtungen spröde werden“, erläutert Kfz-Restaurator Peter. „So auch an der Heckhydraulik des Deutz.“ Hier sind beide Wellendichtringe der Hydraulikarme an der Hebelarmachse (auch Hubwelle genannt) verhärtet. Wird die Hydraulik betätigt, um die Ackerschiene zu heben oder zu senken, sprudelt Hydrauliköl aus den Dichtringen wie aus einer Ölquelle.

„Die Reparatur ist aufwändig, kann aber von einem erfahrenen Hobbyschrauber selbst durchgeführt werden, da in der Regel keine Spezialwerkzeuge notwenig sind“, beruhigt Peter. Anders ist das aber bei Schäden an der Pumpe selbst. Sind hier Steuerventile oder sogar Kolben und Zylinder defekt, geht ohne einen Fachbetrieb nichts mehr. Bevor es nun an die Zerlegung der Hydraulik gehen kann, will Peter sie komplett ausbauen. „Eine Reparatur am Traktor wäre möglich,“ erklärt Peter seinem Azubi Andi, „aber die macht wenig Sinn. Wir müssen nämlich nach der langen Standzeit auch einen Blick in die Hydraulik werfen. Hier könnten Korrosionsschäden entstanden sein.“

Zum Ausbau muss zunächst der Fahrersitz weggeschraubt werden. Anschließend lösen die beiden die Hydraulikzu- und -ablaufleitung, die direkt von der Hydraulikpumpe an der Front des Deutz kommen. Das Hydrauliköl hatten die beiden bereits abgelassen, als sie die Hydraulikpumpe überholt haben (siehe letzte TRAKTOR CLASSIC). Schnell geöffnet sind auch die beiden Bolzen, die die Hebelarme der Hydraulik mit dem Hebegestänge der Ackerschiene verbinden.

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